Gelesen: Böse Leute, von Dora Heldt

23 Juni 2016


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Verfasser: Dora Heldt

Titel:  Böse Leute

ISBN:  9783423260879
 
Inhalt:  Sylt wird von einer mysteriösen Einbruchserie erschüttert: Nicht die millionenschweren Luxusvillen der Touristen werden überfallen, sondern die Häuser älterer, alleinstehender Frauen. Die Polizei ist ratlos. »Ungehörig« findet das der frisch verrentete Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen und bietet sich an, den ehemaligen Kollegen unter die Arme zu greifen, was ihm prompt ein Hausverbot seines Nachfolgers einbringt. Gut, dann muss es eben anders gehen: Mit seinem Freund Onno, Chorschwester Inge und Strohwitwe Charlotte stellt Karl ein mit allen Wassern gewaschenes Ermittlerteam auf die Beine. Und schon bald verfolgt das findige Rentnerquartett eine erste heiße Spur ...

Rabenmeinung: Seltsamerweise wird bei den merkwürdigen Einbrüchen, die Sylt gerade heimsuchen, nie viel gestohlen. Trotzdem erzeugen sie natürlich Unsicherheit, besonders bei den älteren Damen, die anscheinend die bevorzugten Opfer sind.

Karl Sönnigsen, Kriminalhauptkomissar a. D. der örtlichen Polizei und inzwischen Rentner von Beruf, rauft sich die Haare, denn die örtliche Polizei, insbesondere deren neuer Chef, Peter Runge, der im Buch allerdings als äußerst unfähig geschildert wird, tappt im Dunkeln. „Keine Ahnung haben die!“ glaubt er und macht sich mit seinem Freund Onno und den Chorschwestern Inge und Charlotte selbst an die Ermittlungen, schon aus Langeweile, denn seine Frau ist für ein paar Wochen auf Kur. Auch die Ehemänner der beiden Frauen sind gerade abwesend, und so steht der Gründung einer privaten Ermittlertruppe nichts im Wege, außer den „echten“ Polizisten, denen es aber überhaupt nicht Recht ist, wenn sich Laien in die Ermittlungsarbeit einmischen.

 Ich kenne die rüstigen Herrschaften schon aus den anderen Büchern der Autorin. Sie haben alle ihre Spleens, sind oft etwas eigensinnig (vor allem die Herren der Schöpfung), aber im Großen und Ganzen gefallen sie mir gut, und ich freute mich, ihnen in diesem Buch wieder zu begegnen.

Bei Kaffee, Kuchen und Eierlikör (ab und zu aber auch feinen Speisen, mit denen die beiden Kochclubmitglieder Onno und Charlotte sich gegenseitig übertrumpfen) dürfen wir mit den sympathischen Hobby-Ermittlern recherchieren, Tatorte auskundschaften und mehr oder weniger professionell auch Betroffene befragen. Doch dann gibt es auch noch eine Tote...

Außer den Amateurpolizisten ist da noch Maren, Onnos Tochter. Sie kommt nach ihrer Polizeiausbildung zurück auf ihre Heimatinsel, einmal, weil sie nach dem unschönen Ende ihrer Beziehung Tapetenwechsel braucht, dann aber auch, weil sie das Gefühl hat, ihr Vater Onno sei seit dem Tode ihrer Mutter sehr einsam und werde langsam etwas merkwürdig. Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie bei der Polizei auf einen Kollegen, dem sie am liebsten niemals mehr wieder begegnet wäre. Ihre Loyalität wird durch die vier Rentner, die sie gerne aushorchen möchten über die Fortschritte der Polizeiarbeit bei den Einbrüchen, schwer auf die Probe gestellt. Zudem scheint ihre Freundin Rike auch noch mit einem Verdächtigen angebandelt zu haben. Diese Loyalitätskonflikte machen Maren schwer zu schaffen.

Das Buch ist kein richtiger Krimi, denn hier sind die verschiedenen Charaktere und ihre Beziehungen zu einander, die Stimmung auf der Insel und, last but noch least, der Humor, sind wichtiger. Klar, dass hartgesottene Krimifans hier eher nicht auf ihre Kosten kommen. Trotzdem ist der Kriminalfall gut gelungen und die Lösung ist logisch. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten gefühlt. Was mich ein bisschen gestört hat, sind die Probleme, die einige der Frauen damit haben, dass ihre Liebhaber jünger sind als sie. Es wird ziemlich darauf herum geritten und ist dabei für die Handlung eigentlich nebensächlich.  Dafür gibt es Stern-Abzug und ich vergebe 

 
(drei Sterne)


Neue Becher braucht die Frau!

21 Juni 2016

Rabenbecher: Nordic Sand
NEUE RABENBECHER: BROSTE COPENHAGEN NORDIC SAND
Ich fand sie immer ganz hübsch und wir hatten sie auch lange Jahre in Benutzung, obwohl sie zu keinem  unserer Dessert-Teller passten: meine gesammelten Greengate Kaffeetöpfchen in Rot und Grau. Eigentlich passen sie inzwischen auch nicht mehr so richtig zu mir und meinem Stil.

Gegen Ende des Winters erstand ich dann einen dieser hübschen Becher, den ich nur als Blumenvase verwenden wollte. Dass die Dinger sich auch wunderbar für die Funktion eignen, für die sie eigentlich hergestellt worden sind, darauf kam ich leider erst später. Natürlich waren sie zu diesem Zeitpunkt in dem hiesigen Geschäft längst ausverkauft. Da ich mal wieder alle Aufkleber sofort entfernt hatte, wusste ich auch die Herstellerfirma nicht mehr. Im Laden konnten sie mir auch nicht weiter helfen, denn es ist eigentlich ein Bekleidungs-Geschäft, sie haben die Dekosachen immer nur vorübergehend im Angebot. Aber zufällig bin ich dann mal im Internet darüber gestolpert: Sie sind von Broste Copenhagen und heißen Nordic Sand. Kurz entschlossen tätigte ich eine Bestellung, und hier sind sie nun also. Ganz so gruschtelig hätte ich mir die Glasur nicht gewünscht, man kann sich das im Internet ja nicht so aussuchen wie in einem Laden, in dem 20 Stück zur Auswahl im Regal stehen. Aber inzwischen gefällt mir diese Struktur, die bei jedem Becher anders ausfällt, doch gut. Sie passen auch ganz wunderbar zu den Kuchentellern von unserem "guten" Kaffeeservice (Arabia Ruska, wird seit Ende der 90er leider nicht mehr hergestellt, aber so sieht es aus: [LINK]) und ich bin sehr glücklich damit! Was sagt ihr dazu?

Grüßles

die heute Hausfrauenmontag macht, weil sie gestern
arbeiten musste und heute frei hat.
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